"An den Auwiesen"

Weitere tagesstrukturierende Maßnahmen

Frau August als examinierte Ergotherapeutin erstellt gemeinsam mit den examinierten Mitarbeitern den wöchentlichen Beschäftigungsplan.

Um zu gewährleisten, dass alle Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige und Besucher über unser vielfältiges Beschäftigungsangebot informiert sind, werden die Wochenpläne in großer Schrift in Format A3 und auch für Rollstuhlfahrer gut lesbar auf jeder Etage ausgehängt.

Zusätzliche oder veränderte Angebote werden durch gestaltete Einladungen bekannt gegeben.

Viele Angehörige nehmen an unseren Beschäftigungsangeboten teil.

Gedächtnistraining

Gedächtnistraining ist ein Sammelbegriff für Betreuungsmaßnahmen mit dem Ziel, auf spielerische Weise kognitive Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern.

Dafür stehen im Hause verschiedene Therapiematerialien zur Verfügung, welche

  • das Orientierungsvermögen - personell, räumlich, zeitlich, situativ
  • die Wahrnehmung - visuell, taktil, akustisch, olfaktorisch
  • das Gedächtnis - Merkfähigkeit, Langzeit- und Altgedächtnis
  • soziale Kompetenzen - Verständigungsvermögen, soziales Verhalten schulen.

Weitere Ziele:

  • vorhandene Gedächtnisfähigkeiten ausbauen und verlorene Befähigungen wiedergewinnen - insbesondere Konzentrationsfähigkeit, Wortfindungsfähigkeit,
  • Denken in Zusammenhängen
  • angenehme Erinnerungen wachrufen
  • Schaffung von Erfolgserlebnissen
  • Selbstwertgefühl der Bewohner steigern

Erinnerungsstunde

Ziel der Erinnerungsstunde soll ein Austausch der Bewohner über ihr Leben untereinander sein. In jeder Stunde wird ein Thema behandelt

  • Schulzeit
  • Festlichkeiten (Weihnachten, Konfirmation, Silvester... früher und heute)
  • Beruflicher Lebenslauf
  • Kindheit, Jugend
  • Familie
  • Heirat
  • Hobbys

Dazu können, wenn die Bewohner es möchten, persönliche Fotos, Gegenstände etc. mitgebracht werden. Es besteht auch ein Fundus verschiedener Gegenstände im Hause.

Dieses Angebot richtet sich sowohl an orientierte Bewohner als auch an Demenzkranke. Es ist darauf zu achten, dass die Gruppe homogen ist. Die Dauer der Erinnerungsstunde richtet sich nach der Zielgruppe. Bei dementen Bewohnern lässt schneller die Konzentration nach, also wird die Stunde entsprechend kürzer gefasst

Handarbeitsstunde

Die Auswahl der Aktivität der Bewohner richtet sich nach vorhandenen Fähigkeiten, nach persönlichen Vorlieben oder Begabungen

Handwerkliche Techniken zur Förderung der grob- und feinmotorischen Fähigkeiten können sein:

  • nähen
  • stricken und häkeln
  • einfache Papierarbeiten
  • Klebearbeiten

Die so entstehenden Exponate werden im Haus ausgestellt, dienen der jahreszeitlichen Dekoration oder erfreuen Bewohner und deren Angehörige im eigenen Zimmer.

Singestunde

Lieder zu singen, hat in der Generation unserer Bewohner einen sehr hohen Stellenwert. Musik hat die Fähigkeit, Erinnerungen wach zu rufen und gleichzeitig Stimmungen zu beeinflussen. Es verbessert die körperliche Verfassung, stärkt die Atmung und trägt zu einem besseren Körpergefühl bei.

Grundsätze:

  • es soll den Pflegekräften bewusst sein, dass das eigenständige Singen und musizieren in der jüngeren Generation an Bedeutung verloren hat.
  • Der spielerische Faktor hat Vorrang vor therapeutischen oder musikalischen Zielen.
  • Die Singestunde soll unseren Bewohnern Spaß machen und nicht zur Pflicht werden. Die Teilnahme ist freiwillig
  • Bewohner sollen für gutes Gelingen gelobt werden
  • Wir legen Wert auf einen freundschaftlichen Umgang unter den Bewohnern, ohne Spott über geringe Gesangsfähigkeiten Einzelner.

Ziele:

  • Aktivierung unserer Bewohner durch singen. Klatschen und musizieren mit Orffschen Instrumenten
  • Entspannung und Spaß vermitteln
  • Training des Gedächtnisses
  • Wecken positiver Erinnerungen
  • Ablenken von Schmerzen
  • Sprachgestörten Bewohnern eine Möglichkeit geben sich auszudrücken

Bewegungstraining

Eines unserer Pflegeziele ist die Erhaltung der körperlichen Bewegungsfähigkeit, da diese eng an die geistige Gesundheit gekoppelt ist. Häufig folgt auf den physischen Verfall unmittelbar auch der Verlust mentaler Fähigkeiten.

Grundsätze:

  • Die Bewohner werden zur Mitwirkung am Bewegungstraining ermutigt.
  • Angestrebt wird eine Teilnehmerzahl zwischen 6 und 10
  • Die Dauer der Übungsstunde ist Abhängig vom Gesundheitszustand der Bewohner und bewegt sich zwischen 30 und 45 Minuten.
  • Mit Lob und Anerkennung für alle Teilnehmer wird nicht gespart

Ziele:

  • Entspannung, Minimierung von psychomotorischer Unruhe
  • Erhaltung der Beweglichkeit der Gelenke
  • Förderung der Muskelkraft und der Leistungsfähigkeit der Sehnen und Bänder
  • Stärkung des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls
  • Verbesserung der Koordinations- und Reaktionsfähigkeit
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Verbesserung des Stoffwechsels und der Herz- Kreislauffunktionen

Spiel und Spaß

  • Bingo
  • Brettspiele
  • Würfelspiele
  • Spaziergänge und Rollstuhlausfahrt in die Umgebung
  • Angehörigennachmittag
  • Zeitungsschau
  • Lesestunde

Feste und Veranstaltungen

Neben den wöchentlich wiederkehrenden Angeboten feiern wir selbstverständlich auch die jahreszeitlichen Feste, wie etwa Ostern, Sommerfest, Weihnachten oder Silvester, gemeinsam mit den Bewohnern und deren Angehörigen.

Jeden ersten Mittwoch im Monat findet die Andacht mit Pastor Stahnke in unserem Hause statt.

Gerne richten wir für unsere Bewohner Geburtstage und Jubiläen aus. Dabei können wir bis zu zwanzig Gäste betreuen.